Graduiertenkolleg Basel
Lassen sich Geschlechtsunterschiede im Gehirn nachweisen, wie in der Hirnforschung häufig behauptet? Weshalb gab es in den 1970er-Jahren so viele Terroristinnen? Wie verhalten sich Männer im Alltag punkto Gesundheit und Krankheit? Und wie lässt sich erklären, dass Frauen in der Lebendorganspende signifikant häufiger vertreten sind als Männer? Dies sind nur einige der Forschungsfragen, welche die NachwuchswissenschaftlerInnen im Rahmen ihrer Dissertationen im Graduiertenkolleg bearbeiten.
International einmalig ist das gesamtschweizerische Netzwerk der Graduiertenkollegien im Bereich Gender Studies, an dem sich sieben Universitäten beteiligen. Es ist das erste offiziell akkreditierte Graduiertenprogramm der Schweiz. Das Programm gibt es seit 2002. Es wurde von Prof. Dr. Regina Wecker von der Universität Basel initiiert und ist nun integraler Bestandteil des Kooperationsprojektes Netzwerk Gender Studies CH.
Das Basler Graduiertenkolleg leitet Prof. Dr. Andrea Maihofer vom Zentrum Gender Studies. 18 Promovierende nahmen am ersten dreijährigen Graduiertenprogramm teil. Im jetzigen Kolleg arbeiten sechs Dozierende aus verschiedenen Disziplinen mit 16 Doktorierenden sowie einigen internationalen Gast-StipendiatInnen zum Thema „Gender in Motion“. Die Forschungen beschäftigen sich mit Veränderungen der Geschlechterverhältnisse in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen, beispielsweise Familie, Sexualität, Migration, Literatur, Theater und Medizinsoziologie. Eine gemeinschaftlich aus dem ersten Kolleg hervorgegangene Publikation „Gender in Motion. Die Konstruktion von Geschlecht in Raum und Erzählung“ (Campus 2007) belegt die Exzellenz der bisherigen Forschungsresultate.

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