Promotion Gender Studies

Die Gender Studies befassen sich mit der Bedeutung von Geschlecht in Wissenschaft und Gesellschaft in Vergangenheit und Gegenwart. Sie basieren auf der Einsicht, dass Geschlecht und Geschlechterverhältnisse nichts einfach Naturgegebenes sind, sondern vor allem gesellschaftliche Phänomene und damit Effekte wie Movens gesellschaftlich-kultureller Prozesse. Geschlecht und Geschlechterdifferenz sind ebenso grundlegende Kategorien wie zentrale Prinzipien zur Herstellung, Aufrechterhaltung und Repräsentation von gesellschaftlicher Ordnung und Machtverhältnissen und damit unabdingbar für das Verständnis moderner Gesellschaften.

Das Doktorat in Gender Studies an der Universität Basel richtet sich an Doktorierende, in deren Forschungsarbeiten Geschlecht eine zentrale Analysekategorie darstellt. Die kritische Auseinandersetzung mit dem mehrdimensionalen Zusammenhang zwischen Geschlecht und weiteren Achsen der Ungleichheit ist dabei eine grundlegende methodische und theoretische Kompetenz im Umgang mit Konzeptionalisierungen wie Multidimensionalität oder Intersektionalität und geschlechterpolitisch dem Konzept der Diversität. Forschungsansätze der postkolonialen, feministischen und queeren Theorie werden im Zusammenspiel miteinander fruchtbar gemacht. Disziplinäre Zugänge, Methoden und Theorien werden hinterfragt und mit herrschafts- und machtkritischen Fragestellungen verbunden.

Den Doktorierenden steht eine Teilnahme am Graduiertenkolleg Gender Studies offen, in dessen Rahmen die Reflexion und forschungspraktische Umsetzung von Inter- und Transdisziplinarität in besonderer Weise gefördert wird.