Stefanie Schälin

Lehre / Promotion
stefanie.schaelin-at-unibas.ch

 

Porträt

  • 2015 - 2017 Assistentin am Zentrum Gender Studies der Universität Basel
  • Seit 2013 Dissertationsprojekt „Hegemoniale Weiblichkeit(en)“? Eine Untersuchung über Frauen aus der schweizerischen Wirtschaftselite
  • Seit 2012 Kollegiatin im Graduiertenkolleg Geschlechterforschung IV "Geschlechterverhältnisse - Normalisierung und Transformation"
  • 2011 - 2013 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität St. Gallen im Forschungsprojekt (un)doing gender in Kinderkrippen bei Prof. Dr. Julia Nentwich und Prof. Dr. Franziska Vogt im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms NFP 60 "Gleichstellung der Geschlechter"
  • 2011 Projektassistentin am Centrum für Familienwissenschaften an der Universität Basel
  • 2009 - 2011 Hilfsassistentin am Zentrum Gender Studies im Bereich Öffentlichkeitsarbeit bei Dr. Dominique Grisard
  • 2007 - 2010 Tutorin für Geschlechtertheorien am Zentrum Gender Studies der Universität Basel bei Prof. Dr. Andrea Maihofer
  • 2004 - 2010 Studium der Gender Studies, Geschichte und Kulthuranthropologie an der Universität Basel und Humboldt Universität zu Berlin (Lic. phil. Dezember 2010)

 

Promotionsprojekt „Hegemoniale Weiblichkeit(en)?“
Eine Untersuchung über Frauen aus der schweizerischen Wirtschaftselite

Gegenstand des Promotionsprojektes ist die Frage, wie Frauen aus der schweizerischen Wirtschaftselite ihre Position wahrnehmen und (re-)produzieren: Welches Selbstverständnis ist dadurch impliziert? Welche Vorstellungen und Praxen von Weiblichkeit und von Geschlechterordnung gehen damit einher?

Bisher gibt es kaum geschlechtertheoretische Untersuchungen, welche sich mit den Gemeinsamkeiten aber auch den Unterschieden der Lebens- und Arbeitsweisen von Frauen aus der schweizerischen Wirtschaftselite beschäftigen. Wie gestalten sie zum Beispiel ihren Alltag? Wie nehmen sie sich selbst sowie gegenseitig als Frauen wahr?

Geschlechtertheoretisch bedingen diese Fragestellungen eine Perspektivenverschiebung. Bislang wurde Frauen eine eigenständige und aktive Handlungsfähigkeit in der Ausarbeitung von Weiblichkeit kaum zugestanden. Als anschlussfähig für mein Erkenntnisinteresse erweist sich das derzeit vermehrt diskutierte Konzept einer „hegemonialen Weiblichkeit“. Die Untersuchung, wie Frauen aus den Wirtschaftseliten ihre Vorstellungen von Weiblichkeit ausarbeiten und diese als gesellschaftlich relevant setzen, wird ein Beitrag sein, dieses Forschungsdefizit ein Stück weit zu schliessen.

Dafür werden in der Schweiz 20 narrativ angelegte teilstandardisierte Interviews mit Frauen aus der schweizerischen Wirtschaftsgesellschaft geführt. Das Ziel ist es, aus diesem empirischen Material Ansätze zu einer Theorie „hegemonialer Weiblichkeit“ zu entwickeln, mit der die Handlungsfähigkeit von Frauen in machtvollen Positionen erfasst werden kann.

 

Vorträge

„[...] das Machtstreben, das haben die normalen Sisters eher nicht so.“ Die Sicht von Frauen aus der schweizerischen Wirtschaftselite auf die Frage, „Was wäre, wenn die Lehman Brothers die Lehman Sisters gewesen wären?“. Work in Progress - Gender Studies. Interdisziplinäres Zentrum für Geschlechterforschung IZFG der Universität Bern, 12.05.2017.


„Hegemoniale Weiblichkeit(en)“? Eine Untersuchung über machtvolle Frauen aus der schweizeri-schen Wirtschaftselite. Schweizerische Geschichtstage, Lausanne, 11.06.2016.

Die Geschlechterforschung in der Schweiz und das Zentrum Gender Studies in Basel. Lehrgang des Schweizerischen Institutes für Männer- und Geschlechterfragen (SMIG), Basel, 16.05.2016.

Geschlechterforschung an der Universität Basel studieren. Master-Infoabend, Basel, 26.03.2015.

„Nicos Puppe und Sophies Lastwagen“. Jour Fixe Familie. Centrum für Familienwissenschaften und Erziehungsdepartement des Kantons Basel-Stadt, Basel 27.02.2014.

 

Organisation von Panels

Das Verhältnis von Agency und Struktur. International Exploratory Workshop „Imagine Otherwise“, Universität Basel, 5.-9. 09.2016 (Zusammen mit Veronika Siegl, Nadine Sarfert, Anika Thym).

Macht und Weiblichkeit – historische und zeitgenössische Annäherungen an Handlungsräume mächtiger Frauen. Schweizerische Geschichtstage. Formen der Macht, Universität Lausanne, 9.-11.06.2016 (Zusammen mit Regina Wecker).

 

Publikationen

  • Stefanie Schälin / Katrin Meyer (2017). Macht und Ohnmacht. Umstrittene Gegensätze in den Gender Studies. In: Kortendiek, Beate et. al: Handbuch Interdisziplinäre Geschlechterforschung.
  • Stefanie Schälin (2015). „Wachsende Sensibilisierung“. In: Mäder, Ueli: macht.ch. Geld und Macht in der Schweiz, S. 259-261.
  • Stefanie Schälin / Julia Nentwich / Wiebke Poppen / Franziska Vogt (2013). The same and the other: Male childcareworker managing identitiy dissonance. In: IRS, International Review of Sociology, Nr. 2, S. 325-344. 
  • Stefanie Schälin / Julia Nentwich / Wiebke Poppen / Franziska Vogt (2013). Ich habe zum Beispiel erwartet, dass er auch so männliche Attribute hat. In: Männer in der Kita zwischen stereotypen Er-wartungen und vielfältigen Realitäten. In: KitaS Journal, Nr. 1, S. 2-5.
  • Stefanie Schälin / Julia Nentwich / Wiebke Poppen / Franziska Vogt (2012). Hausmänner in der Pup-penstube, Automechanikerin in der Bauecke: Gender und Raum in der Kita. In: Und Kinder, Nr. 90, S. 1-6. 
  • Stefanie Schälin / Dominique Grisard (2008). Erzähle mir deine Geschichte über „Frauen im Laufgit-ter“ und Iris von Roten. Offene Worte über persönlich-politische und politisch-persönliche Erinne-rungen an Buch und Autorin. In: Olympe. Feministische Arbeitshefte zur Politik Nr. 28, 50 Jahre „Frauen im Laufgitter“, S. 76-78.
  • Stefanie Schälin / Karin Hildebrand (2008). Aktuelles aus dem GenderKompetenzZentrum: Länderberichte. in: Bulletin Info. Zeitschrift des Zentrums für transdisziplinäre Geschlechterstudien an der Humboldt Universität zu Berlin.


Lehre an der Universität Basel

HS 17

FS 17

HS 16

Proseminar: Weiblichkeitstheorien

Seminar: Geschlechterforschung praktisch: Wege zum eigenen Forschungsprojekt

Proseminar: Geschlecht und Macht bei Simone de Beauvoir, Iris von Roten und Pierre Bourdieu

FS 16

Seminar: Geschlechterforschung praktisch: Wege zum eigenen Forschungsprojekt

HS 15

Vorlesung: Einführung in die Geschlechterforschung

FS 15

Seminar: Geschlechterforschung praktisch: Wege zum eigenen Forschungsprojekt

HS 14

Seminar: Hegemoniale Weiblichkeit(en)?

 

Forschungsschwerpunkte

  • Hegemoniale Weiblichkeit(en)
  • Macht und Geschlecht
  • Iris von Roten

 

 

 

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